Bald fällt der erste Schnee

Computerstimmen besetzen unseren Alltag. Eine freundliche weibliche Stimme entschuldigt die Verzögerung eines Zuges. Eine männliche Stimme unbestimmten Alters kündigt die nächste Autobahnabfahrt an. Die dahinter steckende Sprachsynthese arbeitet unentwegt an der humanoiden Erscheinung ihrer Protagonisten. Und wirklich: Inzwischen erreichen unsere synthetischen Mitbürgerinnen und -bürger unsere Herzen.
In „Bald fällt der erste Schnee", einem naturidentischen Drama in drei Akten, treffen vier Computerstimmen aufeinander. Bald gibt es Verwicklungen. Der Konfliktmodus wird erst in Ansätzen beherrscht aber das allseitige Bemühen einander zu verstehen ist bereits erkennbar...

Länge: 14‘13"
Mitwirkende: Beate Rademacher
Regie, Dramaturgie und Produktion: Sonja Heyer, 2013.
Uraufführung: Deutschlandradio Kultur/Deutschlandfunk 25.11. und 20.12.2013

 

Hören Sie hier einen Ausschnitt bald_faellt_der_erste_schnee.mp3

In Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Hildegard Skowasch und Beate Rademacher wird dieses Hörstück als Installation "OPEN FACES" aufgeführt. Sehen Sie einen Videomitschnitt hiervon unter "INSTALLATIONEN".

 

 

Die Waschmaschine von Halberstadt. Ein Musikfeature über das "John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt" in Halberstadt (2013)

 

Unsterblichkeit sei nicht Jedermanns Sache, meinte Kurt Schwitters. In Halberstadt ist ein Stück von ihr zu erleben. Seit dem Jahr 2000 erklingt in der Halberstädter Burchardi-Kirche die Komposition „ORGAN²/ASLSP" von John Cage. Konzipiert ist die Aufführung für die nächsten 639 Jahre. Cage hatte das Stück ursprünglich für Klavier komponiert und mit der Aufführungsanweisung „as slow as possible" versehen. Später arbeitete er es für Orgel um und widmete es Gerd Zacher. Das John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt führt es mittels einer eigens dafür gebauten Orgel „so langsam wie möglich" auf. Das Projekt versteht sich als ein Versprechen in die Zukunft.
Das von mir produzierte Musikfeature „Die Waschmaschine von Halberstadt" (54:17) ist ein Stück über Klang und Zeit. Umfangreiche Tonaufnahmen aus der Buchardi-Kirche dokumentieren, wie unterschiedlich sich der scheinbar gleichbleibende Klang darin entfaltet. Collagen aus diesen Aufnahmen sind in das Feature eingearbeitet. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Zeitdimensionen der Aufführung. Hören Sie hier einen Ausschnitt: Die Waschmaschine von Halberstadt

 

Eine CD mit dem Feature kann ab sofort in Halberstadt im John-Cage-Orgel-Kunst-Projekt, über amazon und über meine website unter (Publikationen/Shop) erworben werden.

 

 

 

Hörstück "100 Sätze gegen die Veränderung"

Das Hörstück "100 Sätze gegen die Veränderung" (klicken Sie zum Hören eines Ausschnitts auf den Titel) greift typisch alltagssprachliche Phrasen der Verweigerung und Selbstverleugnung auf und verwandelt sie in eine klangliche Odyssee. Sprecherin: Beate Rademacher (Foto), Musik: Die große Pause, Produktion: Sonja Heyer 2011. UA: 22.2.2012 auf hr2.

 

 

 

 

 

 

Feature "Stolpersteine"

Am 8.Mai 2011 wurden in der Giesebrechtstraße in Berlin-Charlottenburg neue Stolpersteine verlegt. Mein Kollege Max Baginski und ich, wir waren dabei und erzählen in diesem Feature die Geschichte und Gegenwart dieser Kunst- und Erinnerungsaktion des Künstlers Gunter Demnig. Hier eine Hörprobe: "Stolpersteine". Uraufführung 25. Mai auf Deutschlandradio Kultur.

 

 

 

"Hidden but ever present" (11:52). (Klicken Sie zum Hören auf den Titel.) Diese Arbeit resultiert aus meiner regelmäßigen musikalischen Improvisation mit den beiden Musikerinnen der Singakademie zu Berlin, Beate Rademacher und Luise Steinwachs. Die Komposition verdichtet sprachliches und klangliches Material. Sie greift die Topoi Verdecken und Offenlegen auf und korrespondiert mit meiner skulpturalen Arbeit „Berühr mich! Black Box Identität", zwei interaktiven Würfeln. (UA Deutschlandradio Kultur, September 2010). 


 

 

 

 

 

Das Leben - was ist das?"  (8:51): Klicken Sie zum Hören auf den Titel.
(Sounds, Interviews, Percussion: Sonja Heyer 1999-2009. Violine und Cello aus: "Wed" (LaLaLa Human Steps
"Exaucé.Salt" 1999). Mit freundlicher Genehmigung durch David Lang und Kevin Shields ).

Dieses Hörstück ist in Verbindung mit den Skulpturen der Serie "Im Angesicht" enstanden.
In den Audioskulpturen begegnen acht Porträtierte sich und einander und geben Auskunft zu existentiellen Fragen. Diese literarisch durch Max Frisch („Fragebogen Nr.1") inspirierte Arbeit entstand in einem Zeitraum von mehreren Jahren und stellt den Beginn meiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Fragen um Identität und das Offenlegen von Erfahrung dar.